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Home -> Die Riserva Monte Casoli
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Die Riserva Monte Casoli di Bomarzo

Bomarzo

Panorama di Bomarzo Der heutige Name "Bomarzo" leitet sich vom lateinischen "Polimartum" ab (ethymologischer Ursprung: von griechisch polis und lateinisch martis, was zusammen "Stadt des Mars" bedeutet und auf die kultische Verehrung des Kriegsgottes Mars schließen lässt).
Zum ersten Mal wird die Stadt in der "Historia Langobardorum" von Paolo Diacono erwähnt.
Bomarzo liegt auf einem der letzten Gebirgsausläufer aus Peperinogestein, der in Richtung Tibertal verläuft. Unter den Peperinofelswänden liegen große Flächen mit Tonvorkommen. Durch Regen und Schnee ist das Gestein porös und von Zeit zu Zeit stürzen große, unförmige Vulkansteinbrocken talwärts.
Diese Steinblöcke finden sich überall am Fuße der Felswände. Von der Prähistorie an wurden sie von den Menschen weiterverarbeitet, besonders die Etrusker und Römer, aber auch die mittelalterlichen Bewohner der Umgebung verwendeten diese Steine zu vielfältigen Zwecken. Sie hatten große Bedeutung für das soziale und wirtschaftliche Leben: religiöse und künstlerische Objekte wurden aus Peperinogestein gefertigt. Auch heute noch werden Skulpturen aus diesem Gestein hergestellt, aber ihren Höhepunkt fand die Bildhauerei mit Vulkangestein wohl im 15. Jahrhundert, als unter Prinz Pier Vicino Orsini der "Parco dei Mostri" entstand. Hier finden sich mit künstlerischer Fantasie gestaltete Vulkangestein-Skulpturen.
Im Laufe der Jahrhunderte überlagerten neuere Bauten die älteren, aus diesem Grund ist es schwierig, etruskische und römische Siedlungsspuren aufzuspüren. Die nächstgelegene etruskische Gräberstadt befindet sich in Monte Casoli. Dort können auch einige spätrömische Urnenhallen mit zahlreichen Zellen, welche als Aufbewahrungsort für die Asche der Verstorbenen dienten, besichtigt werden.
Die beeindruckende Altstadt von Bomarzo, auch genannt Il Dentro (das "Innere"), liegt auf einem Gebirgsausläufer aus Vulkangestein. Viele Häuser hier wurden aus grauem Peperino errichtet, unter anderem der imposante Palazzo Orsini. Dieses prachtvolle Gebäude kann mitsamt seiner wertvollen Sammlung moderner Kunst besichtigt werden. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch der Domplatz aus dem 15. Jahrhundert. Palazzo Orsini Dort befindet sich die Kirche Santa Maria Assunta, deren Ursprünge in frühchristlichen Zeiten liegen. Sie wurde im romanischen Stil erweitert und beherbergt heute noch die sterblichen Überreste des Heiligen Anselm.
Um das 15. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung von Bomarzo an und die Stadt wurde um die Siedlungen "Il Borgo" (längs der Hauptstrasse) und "Il Poggio" (auf einer Anhöhe nahe der Stadt) erweitert.


 
 

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