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Die Riserva Monte Casoli
Die Riserva Monte Casoli di Bomarzo Geologische Aspekte Das Naturschutzgebiet Monte Casoli und seine Umgebung sind von verschiedenen geologischen Formationen aus Meeres-, Vulkan- und Kontinentalgestein gekennzeichnet. Die ältesten Formationen sind die Sedimente aus dem vom Meeresrückgang geprägten plio-pleistozänen Zyklus; sie dominieren einen großen Teil des Untersuchungsgebietes und tauchen besonders im Zentrum und im Süden des Schutzgebietes an den vom Torrente Vezza (Wildbach Vezza) und seinen Nebenflüssen ins Gestein gegrabenen Tälern und Schluchten auf. Auf die ältesten vulkanischen Schichten (Ignimbrite quarzolatitica), welche vom Ausbruch des Cimino vor rund 1,3 Millionen Jahren stammen und im Volksmund als Peperino tipico bezeichnet werden (aufgrund des häufigen Vorkommens von schwarzen, biotitischen Kristallen, welche wie Pfeffer, pepe, aussehen), stößt man am unteren Ende des Naturschutzgebietes, südlich des Monte-Casoli-Grabens und längs des nördlichen Randes der vulkanischen Hochebene.
Das vulkanische Gestein aus der Zeit der Vulsino-Aktivitäten (vor rund 0,8 Millionen Jahren), die Tufi basali vulsini, geschichtetes, verschiedenfarbiges Tuffgestein, ist in Phasen gehäufter Vulkanausbrüche entstanden und überragt die marinen Gesteinsschichten im nordwestlichen Teil der Riserva, vor allem entlang der linken Ufer sowohl des Santa-Maria-Grabens als auch des Torrente Vezza. Der für die Gegend charakteristische, rot-schwarze Tuff hingegen hat sich in der Folge der vulkanischen Aktivität Vicana (vor rund 0,15 Millkonen Jahren) gebildet und formt heute die hügeligen Erhebungen zwischen dem Torrente Vezza im Norden und dem Monte-Casoli-Graben im Süden. Nördlich und - in geringerem Maße - südlich des Vezza stößt man vor allem auf Travertino, eine originär hydrothermale Gesteinsform, welche in Verbindung mit den letzten Phasen vulkanischer Aktivität der Zone entstanden ist, die auch für die Vielzahl an Verwerfungen längs des Vezza verantwortlich ist und die typische Hydrographie der Gegend erklärt. Den berühmten Travertino - ein Kalkgestein, welches an Quellaustritten durch kalkgesättigtes, karbonatreiches Wassers ausgefällt wird - erkennt man an der typischen hellgrauen Färbung und dem schwammartigen, filigranen Aussehen. Die Travertino-Platte befindet sich im nordwestlichen Sektor des Naturschutzgebietes, auf der Hochebene Piano della Colonna, deren höchster Punkt sich circa 320 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Die gesamte Platte weist eine schwache Neigung Richtung Nordosten, also in Richtung Tibertal auf. Die Schichten vulkanischen Materials sind von der erosiven Aktivität des Wassers, vor allem in den post-glazialen Perioden, derart tief ausgehöhlt worden, dass die darunter liegenden Ton- und Lehmschichten zum Vorschein kamen. So sind die forre, die für die Tuscia typischen Schluchten, entstanden: tiefe, von hohen, senkrechten Felswänden umschlossene Täler, in deren Sohle zahlreiche Wasserläufe und -gräben verlaufen, wie etwa die bereits erwähnten Fossi di Santa Maria, di Monte Casoli, del Serraglio und der Vezza, der Nebenfluss des Tiber.
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