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Die Riserva Monte Casoli di Bomarzo

Die Flora der Riserva

Dacthylorhiza romana Trotz der beschränkten Ausdehnung des Naturparks ist die Pflanzenwelt der Riserva von Vielfalt und Artenreichtum geprägt, begünstigt von der abwechslungsreichen Beschaffenheit des Gebietes, welches sich je nach Blickwinkel - geologischem, morphologischem oder klimatischem - wie ein Mosaik verschiedener Lebenswelten präsentiert.Dichte Zerr-Eichenwälder bedecken die weniger sonnigen Hänge und bilden das dominante vegetative Element des gesamten Gebietes, vor allem aber jenes der forre (Schluchten). In dieser Umgebung bestätigt sich die für Hochplateaus typischeVegetationsumkehrung: so finden wir beispielsweise die Zerr-Eiche, Quercus cerris, auf tiefergelegenem Gelände als die Steineiche, Quercus ilex, welche normalerweise tiefere und wärmere Zonen bevorzugt. Sedum caespitosum
Das Phänomen erklärt sich aus der Tatsache, dass in der forra ein besonders feuchtes und frisches, für mesophile Arten wie die Zerr-Eiche ideales Mikroklima entsteht, während die Steineiche den Wettbewerb auf den höheren und felsigeren Böden der Hänge gewinnt, wo das Fehlen von guter Erde und die Wasserknappheit das Überleben anspruchsvollerer Arten nicht gerade begünstigt.
Am Grund der forre und auf den großen Tuffblöcken am Fuße der Hänge wachsen dank der höheren Feuchtigkeit üppige Farnarten, Polysticum setiferum, Phyllitis scolopendrium, Asplenium trichomanes, Asplenium onopteris, Ceterach officinarum, Adiantum capillus-veneris und Polypodium interjectum und schaffen eine ganz besonders beeindruckende Umgebung. rosa squarrosa Besonders reich ist auch die Vegetation entlang der Flüsse; sie setzt sich vor allem aus Weiden, Salix alba, Erlen, Alnus glutinosa und Pappeln, Populus nigra, zusammen, welche die verschiedenen Wasserläufe begleiten und oft regelrechte Gallerien bilden.
Im Kontrast zum Wasserüberfluss dieser Zone entfaltet sich auf den überwiegend felsigen und trockenen Ebenen eine völlig andere, typisch mediterrane Vegetation: hier finden wir Wiesen, oft als Weiden genutzt, wo man vor allem im Frühling eine regelrechte Blumenexplosion miterleben kann. Unter anderem gedeihen hier viele Orchideenarten, wie etwa Orchis morio, Orchis papilionacea, Orchis provincialis, Serapias lingua, Serapias vomeracea, Limodorum abortivum und Dacthylorhiza romana, eine im Latium geschützte Orchideenart. Unter Naturschutz stehen außerdem Linaria purpurea und Sedum caespitosum - Gräserarten, welche auf freiliegenden Tuffblöcken nur in den sonnigsten Zonen gedeihen.
An den Rändern wachsen runde Flaumeichenwäldchen, Quercus pubescens und Quercus virgiliana - eine sehr seltene Spezies im Latium - begleitet von Sträuchern wie Ginster, Spartium junceum, Cytisus scoparius, Zistrosen, Cistus salvifolius und Cistus incanus, zusammen mit Dornenbüschen wie der Schlehe, Prunus spinosa, dem Weißdorn, Crataegus monogyna, der Brombeere, Rubus sp., der Wildrose, Rosa canina, dem Mäusedorn, Ruscus aculeatus und dem mandelblättrigen Birnbaum, Pyrus amygdaliformis.

 
 

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