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Naturreservat Tuscania

Geologische Aspekte

Die Provinz entwickelte sich überwiegend auf einem Gebiet, welches durch explosive Tätigkeiten der drei wichtigsten Vulkane geschaffen wurde: Der Vulsino, der am nördlichsten liegende der drei Vulkane, beherrscht die breite Seesenkung von Bolsena. Der Vicano befindet sich im Zentrum des Vico Sees und der Cimino liegt im Südwestlich der Stadt. Die Schönheit und der Reichtum der Provinz stehen in enger Verbindung mit der Natur, welche der Stadt ein Land bietet, dem der Vulkanismus einen Überfluss an landwirtschaftlicher Produktivität und Ertragsfähigkeit beschert hat.
rocce di tufo Geologisch gesehen, ist das tuscanische Naturreservat ein Gebiet, das auf sehr unterschiedlichen Gesteinsformationen aufgebaut ist: Neben Gesteinsarten die aus erst kürzlicher vulkanischer Tätigkeit abstammen, findet man auf der anderen Seite älteres Gestein wieder, welches von verschiedenen Quarzen geprägt wurde. So kann man also getrost behaupten, dass die Geologie des Gebietes ihre Formen und qualitativen Eigenschaften der ausgeworfenen Asche der Vulkane zu verdanken hat. Die Vulkane schufen durch ihre Aktivitäten eine vielschichtige Platte aus Tuffstein, mit unterschiedlicher Konsistenz und Farbe.
Der Tuffstein besteht aus sehr weichem Material, welches sich leicht zerbröckeln lässt. Auch die zahlreichen kleinen Wasserläufe, die sich mit der Zeit in die Tausendjahre alten tiefen Schluchten gegraben haben, hinterlassen ihre Spuren. Das Tuffgestein und die vielen Gräben und Schluchten sind also, aus geologischer Sicht gesehen, die zwei Hauptcharaktere des Landes.
Die großen Tuffsteintäler gewähren der Flora und Fauna Zuflucht vor der Zerstörung des Menschen und beherbergen in sich verschiedenste Pflanzen- und Tierarten.
Die vulkanische Aktivität hat nicht nur Einfluss auf die Pflanzenwelt, sondern auch auf das Aussehen des Naturreservates, durch flüssige Lavaströme, Schlacke, Lavastückchen und tonhaltigen Tuffstein. Dadurch hat sich z.B. der rote Tuffstein herausgebildet. Er ist mit schwarzer Schlacke vermischt, welche die Anwesenheit von grobem Bimsstein verdeutlicht.
Der aus Ton und Sand gemischte Komplex beinhaltet sedimentäre Ablagerungen des Pliocene und des tonhaltigen Flysch. Die Ablagerungen stammen aus dem Boden, auf dem sich die vulkanischen Materialien absetzen konnten. Der durch den Olocene angeschwemmte Komplex bringt die Vegetation entlang des gesamten Flussverlaufs und der der Strömungen einiger Nebenflüsse zum gedeihen.
Die vulkanische Aktivität hat auch Spuren von hydrothermischer Aktivität hinterlassen, wie die eindrucksvollen Schwefelquellen der Aquaforte entlang der Aquarella-Höhle.

 
 

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